Wir melden uns zurück aus dem schönen Burgenland. Die letzten Tage verbrachten wir tagsüber am Novarock in Nickelsdorf und nachts bei Freunden in Zurndorf. Wir sind sehr froh, nicht am Festgelände kampiert zu haben, sondern im Keller von Alex und Renate
Jeder, der in den letzten Tagen, besonders in der Nacht von Freitag auf Samstag, aufs Wetter geachtet hat, weiß ja, dass es ned so schön war, und besonders in jener besagten Nacht ordentlich geschüttet hat. Aber eines nach dem anderen.
Nach Aufbau des Basislagers in Zurndorf gings per Polo Shuttle auf den Festivalparkplatz in Nickelsdorf. Die Dimensionen bei solchen Festivals beeindrucken mich jedes Mal aufs Neue. Autos auf Feldern soweit das Auge reicht, Zeltstädte so weit das Auge reicht, und ziemlich viele Menschen, großteils betrunken (was nicht so beeindruckend ist). Um vom Parkplatz zum Eingang zu kommen braucht man schon gute 20 Minuten, wenn man zügig geht. Von dort zur ersten Bühne nochmal so viel. Ergo sind wir sehr viel marschiert in den letzten Tagen. Unsere Trekking Schuhe haben uns dabei bestens unterstützt, auch im knöcheltiefen Gatsch am Samstag. Nach einem kühlen Ottarocker, dem Festivalbier von Ottakringer in ziemlich cooler schwarz-gelber Dose gings durch die Sicherheitskontrollen zur ersten Bühne. Was sehr schräg ist: Man darf nix Flüssiges mitnehmen – nicht mal Wasser … na toll. Und der größte Witz: 0.2 Liter Wasser kosten 1.50 und das ist auch schon die größte Menge die auf einmal ausgegeben wird. Naja, die Preise sind ja sowieso immer toll auf solchen Festivals, ein Bier 4 Euro. Manche Dinge wurden sogar teurer. So hab ich am ersten Tag noch 4.50, am 2. und 3. Tag dann 5 Euro für einen Cheeseburger bezahlt. Anyhow, es ist ja ein Festival, und dabei gehts um – hmmm worum eigentlich? Das ist wohl sehr unterschiedlich, von Exzessbesaufen bis zu routiniertem Musikgenießen ist wohl alles dabei. Meine Motivation war “Mit netten Freunden Musik genießen”. Das taten wir sodann auch im Schatten des Ottakringerzeltes bei der blauen Bühne. Nach Black Stone Cherry wanderten wir zur roten Bühne und sahen uns Gogol Bordello an, die uns sehr gefallen haben. Faith No More war dann sehr mühsam und der Anfang von Nine Inch Nails ebenso. Wandertag again, danach gings zurück zur blauen Bühne und warten auf Metallica. Und pünktlich zum Start kam der Regen. Zunächst noch nicht so stark, doch dann ziemlich heftig. Nach ein paar Liedern machten wir uns auf den Weg zum Auto. 45 Minuten später, müde und ziemlich durchnässt (Zitat Karin: “So durchnässt war ich schon lange nicht mehr”), haben wir unser Polo Shuttle wieder gefunden und ritten ins Basislager zurück. Meine Panik war ja, dass wir aus dem Feld nicht mehr rauskommen, aber zu der Zeit wars noch nicht so schlimm. Am nächsten Tag war das dann anders.
Samstag waren wir im Basislager damit beschäftigt, den Regen abzuwarten, festzustellen (oder zu hoffen), dass der Himmel doch immer heller wird, und die Ausrüstung trocken zu föhnen. Das Hoffen half und am Nachmittag hörte es zu regnen auf. Hochmotiviert fuhr das Shuttle Polo diesmal nur bis zum Nickelsdorfer Bahnhof wo es geparkt wurde und das Taxi zum Festivalgelände genommen wurde. Auf der Fahrt dorthin wurden die Straßen schlammiger, die Leute schmutziger und die Stimmung niedergeschlagener. Nach 1 Stunde Schlammrutschen erreichten wir die blaue Bühne, sahen Monster Magnet und rutschten zur blauen. Dort belohnte uns Kaiser Chiefs. Placebo war okay. Danach Rückkehr ins Basislager.
Sonntag Kurzfassung: Coolster Novarocktag, Madsen, Guano Apes, Limp Bizkit, Die Toten Hosen. Sehr genial.
Fazit: Unsere Top 3, auf die unser Augenmerk neu gerichtet wurde: Gogol Bordello, Kaiser Chiefs, Madsen. Von den Routiniers waren Die Toten Hosen die genialsten – sehr lessige Show.
Fotos gibts auf flickr.
Vielen Dank an Alex & Renate fürs Basislager und Versorgung.